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Wichtige Orte

 

Das Land "Numeria"

Einst war Numeria das größte der Flusskönigreiche. Heute jedoch ist es ein Land der grimmigen Barbaren und dunklen Magie. Die Bevölkerung lässt sich davon zwar nicht unterkriegen, wird aber von einer Kabale verdorbener Zauberer beherrscht, welche ihr Leben Artefakten weihen, die sie nicht verstehen. Diese Geheimnisse stammen nicht von dieser Welt, sondern kamen nach Golarion, als ein kolossaler Berg aus Metall auf dramatische Weise auf das Land herabstürzte, auseinander brach und sich über die Region verteilte. Die Verheerungen, die er dabei verursachte, hinterließen große Ödnis. Numeria verfügt daher kaum über Handelswaren, ist aber dennoch in südlicheren Gefilden als Hauptquelle für Himmelsmetalle bekannt, sieben seltene Metalllegierungen, die aus dem vom Himmel gefallenen Metallberg gewonnen werden.

Diese Legierungen kommen bei der Erschaffung einzigartiger Waffen und Artefakte zum Einsatz, zumal jedes Himmelsmetall über eigene, besondere Eigenschaften verfügt. Das am häufigsten vorkommende ist Adamant und die Kunde vom wundersamen „Numerianischen Stahl“ ist mittlerweile bis in die entferntesten Winkel von Avistan und Garund vor gedrungen.

Numerias Hauptstadt Sternenfall ist ein trost- und gnadenloser Ort voller Gewalt und eine dekadente Verhöhnung der Königshöfe des Südens. Hier regiert unangefochten jener barbarische König, der nur als der Schwarze Herrscher bekannt ist. Er wird unterstützt von den perversen Zauberkundigen der Technikliga und deren Zahnraddienern. In den schmutzigen Straßen setzen fremdartige Metallmänner aus der Silberkuppe die Dekrete des Diktators durch, während jene, die an den Orgien des Königs teilnehmen (oder zumindest so tun), dank der Schufterei anderer fett oder von den üblen, giftigen Flüssigkeiten abhängig werden, welche aus dem Wrack der Silberkuppe quellen.

 

Das Dorf "Fackel"

Größe: Großes Dorf, Regierungsform: Rat, Bevölkerung: 4.320

 

Fackel erhielt seinen Namen wegen der violetten Flamme, welche auf dem Hügel im Herzen des Orts brennt. Die Flamme entzündete sich spontan im Jahre 4602 AK und stieg dann ein gutes Jahr lang ohne Unterbrechung immer höher in den Himmel hinauf. Da die Technikliga zu diesem Zeitpunkt mit Unruhen und Problemen in Sternenfall zu tun hatte, konnte sie sich erst später mit den Gerüchten über eine Feuersäule im Süden befassen. Im Jahr 4604 AK waren die Flammen zu einem menschengroßen Leuchteuer zusammengeschrumpft, und ließ die Hügelkuppe geschwärzt und verbrannt zurück.

Mehrere geschäftige Einheimische erkannten bald, dass die Hitze der Flamme über zwei ungewöhnliche Eigenschaften verfügte: Sie war heiß genug, um Himmelsmetallerz zu schmelzen und mit schwierigen Materialien wie Adamant zu arbeiten. Zudem ging von den Flammen eine merkwürdig ausgerichtete Hitzestrahlung aus – warf man ein Stück Holz so, dass er in mehreren Metern Höhe über die Flamme hinweg flog, fing es sofort Feuer, während ein Blatt Papier quasi direkt neben der Flamme nicht einmal zu schwelen begann. Diese einzigartige Kombination machte die Flamme zu einer perfekten Schmiede.

Nachdem wiederholt ein plötzliches Aufflackern mehrere Schmiede auf tragische Weise zu Asche verbrannt hatte, erlernten die Einheimischen, das Flackern und Aufblitzen zu interpretieren, welche solchen Ausbrüchen vorangingen. Und statt permanente Gebäude um das Feuer zu errichten, nutzten sie tragbare Werkstätten, die sie mittels Wagen den Hügel hinauf transportierten, so dass die Schmiede sich in Sicherheit zurückziehen konnten, bis das nächste Aufflackern der Flamme vorbei war. Auf diese Weise hat Fackel sich seither finanziert und am Leben erhalten.

Als die Technikliga ihre innenpolitischen Probleme 4612 AK geregelt hatte und Gesandte nach Fackel schickte, stießen diese auf ein gedeihendes Dorf, das um den Fuß des Hügels erwachsen war. Nachdem diese Repräsentanten sich das Feuer kurz angesehen hatten, trafen sie sich mit den Oberhäuptern der Ortschaft und handelten Folgendes aus: Solange Fackel jeden Monat einen Tribut in Gold nach Norden zur Hauptstadt schicke, würde die Technikliga keine offizielle Präsenz in der Region etablieren.
Auf diese Weise machte die Technikliga potentielle Konkurrenz zu einer Einkommensquelle, zumal sie zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage war, die Ressourcen an einem abgelegenen Ort effektiv zu verwalten.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wuchs Fackel beständig, gedieh aber niemals wirklich, da die Technikliga den Tribut ständig erhöhte. Entsprechend bestehen in Fackel mittlerweile Frustration und Ablehnung gegenüber der Technikliga. Bislang ist der Tribut aber nicht derart erdrückend, dass es zur Rebellion käme. Daher herrscht in Fackel ein unangenehmes, aber stabiles Gleichgewicht zwischen Freiheit und Unterdrückung.