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Kobolde

Kobolde sind schwach, feige und voller für den Rest der Welt. Ihr Hass gilt besonders den Angehörigen jener Völker, die stärker, klüger oder ihnen in anderer Weise überlegen scheinen. Voller Stolz behaupten sie, mit Drachen verwandt zu sein, sind aber unter ihrem ganzen aufgeplusterten Tun von Minderwertigkeitsgefühlen erfüllt. Obwohl sie hart arbeiten, klug und mit einem natürlichen Talent für mechanische Gerätschaften und Bergbau gesegnet sind, verbringen sie ihre Zeit damit, ihren Groll und Hass zu nähren, statt zufrieden zu sein. Koboldtaktiken befassen sich mit Fallen und Hinterhalten, allerdings lieben Kobolde auch alles, was es ihnen ermöglicht, anderen Leid zuzufügen, ohne die eigene Haut zu riskieren. Oft nehmen sie lieber Gefangene als zu töten, um ihre Frustrationen an den hilflosen Opfern auszulassen, die sie in ihre beengten Verstecke verschleppen.

Physische Beschreibung: Kobolde sind kleine, zweibeinige, reptilische Humanoide. Die meisten sind etwa 0,90 m groß und wiegen gut 35 Pfund. Sie haben vergleichsweise kräftige Kiefer für Kreaturen ihrer Größe und bemerkenswerte Krallen an Händen und Füßen. Ihre Gesichter sind meist seltsam ausdruckslos – sie zeigen Gefühle, indem sie mit ihren Schwänzen wackeln. Ihre dicken Schuppen variieren von der Farbe her und die meisten haben Farbtöne, welche zu einer Art chromatischer Drachen passen, wobei rote Schuppen vorherrschend sind. Ein paar Kobolde haben auch exotischer gefärbte Schuppen, z.B. orange oder gelb, was bei manchen Stämmen ihren Status verbessert oder verschlechtert.

Gesellschaft: Kobolde gedeihen in beengten Unterkünften fern des Lichts der Sonne. Die meisten leben in ausgedehnten Bauten tief unter Erde. Einige bevorzugen es aber auch, unter überwucherten Bäumen und Büschen zu hausen. Die meisten Kobolde haben keine Probleme mit ihresgleichen und heben sich ihre Boshaftigkeit für andere Völker auf. Natürlich gibt es Streit und Fehden auch unter Kobolden, allerdings neigen die Ältesten, die ihre Gemeinschaften beherrschen, dazu, diese Konflikte rasch beizulegen. Koboldenehmen gerne Sklaven aufgrund der Möglichkeit, sie zu foltern und zu erniedrigen. Sie sind zudem feige und praktisch veranlagt und unterwerfen sich häufig mächtigeren Wesen. Sollten diese anderen humanoiden Völkern angehören, intrigieren sie oft, um so rasch wie möglich aus der Dienerschaft freizukommen. Andererseits ist es für sie keine Schande, einer mächtigen drakonischen oder monströsen Kreatur zu dienen, die sie häufig mit Bewunderung überschütten. Dies stimmt insbesondere, wenn die Kobolde einem wahren Drachen dienen, den sie schlicht und ergreifend anbeten.

Beziehungen zu anderen Völkern: Kobolde sind oft voller Hass und Eifersucht, während ihre angeborene Vorsicht sicherstellt, dass sie diesen Impulsen nur nachgehen, wenn sie die Oberhand haben. Sollten sie nicht imstande sein, dem Drang sicher nachgehen zu können, Angehörige anderer Völker körperlich zu verletzen oder zu erniedrigen, nutzen sie stattdessen versteckte Beleidigungen und „praktische Scherze“. Sie erachten Elfen und Zwerge als ihre Erzrivalen. Kobolde fürchten die rohe Kraft der Halb-Orks und hassen Menschen aufgrund der Vorrangstellung dieses Volkes. Sie glauben, dass Halb-Elfen die besten Eigenschaften ihrer Elternvölker vereinen, was in Koboldaugen grundlegend ungerecht ist. Kobolde betrachten die kleinwüchsigen Halblinge als wunderbare Sklaven und Ziele ihrer Wut und praktischen Scherze. Als die Gnome erstmals die Materielle Ebene betraten, hielten die Kobolde sie für die perfekten Opfer. Dies entfachte Wellen an Gegenschlägen und Racheakten, welche auch nach Jahrhunderten noch nachhallen und die ewige Feindschaft der Kobolde begründen.

Gesinnung und Religion: Kobolde beugen sich bereitwillig einer überlegenen Macht, hören aber selten auf, Intrigen zu schmieden, wie sie ihre Unterdrücker übertrumpfen könnten. Die meisten Kobolde sind rechtschaffen böse. Es gibt aber auch einige, die sich mehr um Regeln und Prozedere Gedanken machen als über ihre persönlichen Vorteile – diese sind stattdessen rechtschaffen neutral. Neben diesen Gottheiten verehren sie auch manchmal nahe Monster, um sie zu besänftigen oder ihre Gunst zu erlangen.

Abenteurer: Kobolde verlassen nur selten freiwillig ihre gemütlichen Bauten. Die meisten, die ins Abenteuer ausziehen, sind die letzten ihres Stammes. Diese Individuen werden aber meist sofort wieder sesshaft, wenn sie von einem anderen Stamm aufgenommen werden. Kobolde, die ihr bösartiges und giftiges Wesen nicht beherrschen oder zumindest verbergen können, haben große Probleme, in der weiten Welt zu überleben.

Männliche Namen: Draahzin, Eadoo, Ipmeerk, Jamada, Kib, Makroo, Olp, Yraalik, Zornesk.

Weibliche Namen: Adriaak, Harkail, Neeral, Ozula, Poro, Saassraa, Tarka.

 

Volksmerkmale der Kobolde

  • -4 Stärke, +2 Geschicklichkeit, -2 Konstitution: Kobolde sind schnelle, aber schwache Kreaturen.
  • Reptilisch: Kobolde sind Humanoide mit der Unterart Reptilisch.
  • Klein: Kobolde sind kleine Kreaturen und erhalten einen Größenbonus von +1 auf ihre RK und ihre Angriffswürfe, einen Größenbonus von +4 auf Heimlichkeit sowie einen Malus von -1 auf KMB und KMV.
  • Bewegungsrate: Kobolde haben eine Grundbewegungsrate von 9 m.
  • Dunkelsicht: Kobolde können im Dunkeln bis zu 18 m weit sehen.
  • Gewieft: Volksbonus von +2 auf Beruf (Bergmann), Handwerk (Fallenmacher), Wahrnehmung. Zudem gelten Handwerk (Fallenmacher) und Heimlichkeitfür einen Kobold immer als Klassenfertigkeiten.
  • Rüstung: Kobolde besitzen einen natürlichen Rüstungsbonus von +1.
  • Schwächen: Lichtempfindlichkeit
  • Sprachen: Die Anfangssprache eines Koboldcharakters ist Drakonisch. Besitzt er einen hohen Intelligenzwert, kann ein Kobold aus den folgenden Bonussprachen auswählen: Finsterländisch, Gemeinsprache, Gnomisch und Zwergisch.