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Die Reise der Helden

 

Feuertag, 4. Gozran 4714

(Der Monat "Gozran" entspricht dem April in der echten Welt)

Die Helden wachen in einer Höhle auf, gefangen in Käfigen. Das letzte woran sie sich erinnern können ist, wie sie jeweils am Vorabend eingeschlafen sind. Sie wurden dann von Banditen betäubt und in ihre Höhle verschleppt. Die Banditen erhofften sich wohl Lösegeld von irgendwem erpressen zu können, rechneten aber nicht damit, dass die Helden in der Gegend keine Verwandtschaft haben, von der man etwas erpressen könnte.

Was die Helden gemeinsam hatten war ihr Vorhaben in das Dorf "Fackel" zu reisen und dort das Erlöschen der namensgebenden Feuersäule auf dem schwarzen Hügel zu ergründen.
Nachdem sich die Helden aus der Gewalt der Banditen befreit hatten, setzten sie ihre Reise in das Dorf Fackel fort.

 

Sonntag, 7. Gozran 4714

Nach ihrer Ankunft in Fackel suchten die Helden direkt das Rathaus auf, wo sie auf Ratsherrin Dolga Freddert trafen. Von ihr haben die Helden erfahren, dass nicht nur die Fackel erloschen ist, sondern dass inzwischen auch drei Gruppen auf Expeditionen in das Höhlensystem unter dem schwarzen Hügel verschollen sind. Eine der Gruppen wurde von Khonnir Baine geleitet, einem weiteren Mitglied des Rates von Fackel.
Dolga beauftragte die Helden damit Khonnir zu finden und zu retten, und versprach ihnen eine Belohnung von 4.000 Goldmünzen, sollten sie das schaffen. Die Belohnung beinhaltete außerdem eine Schriftrolle der Auferstehung, die nicht benötigt wird, sollten die Helden Khonnir lebend zurück bringen. Außerdem beauftragte sie die Helden damit, die Fackel erneut zu entzünden, und versprach auch hierfür eine Belohnung von 4.000 Gold.
Erste Nachforschungen könnten sie in Khonnirs Haus anstellen. Außerdem könnten die Helden mit der Unterstützung des Dorfpriesters Joram Keyt rechnen, der die Helden - da der Eingang der Höhlen unter Wasser liegt - mit dem Zauber "Wasser atmen" belegen könnte.

Nach dem Besuch im Ratshaus suchten die Helden das Haus Khonnirs auf, um Nachforschungen anzustellen, wo sie auf Khonnirs Adoptivtochter Val trafen. Val wurde in dem Moment von einer defekten, dreibeinigen Reparaturdrohne angegriffen, die Khonnir in deaktiviertem Zustand von seiner ersten Expedition mitbrachte. Sie muss sich inzwischen mit genügend Energie aufgeladen haben, um sich wieder zu aktivieren.

Nach Vals Rettung bot sie den Helden an, im Gasthaus "Zur Gießerei" ihr Lager aufzuschlagen und von dort aus die Expeditionen in die Höhlen zu starten. Außerdem würde sie sich um die Verpflegung der Gruppe kümmern, so lange sie sich in Fackel aufhalten.

 

Mondtag, 8. Gozran 4714

Am nächsten Tag brachen die Helden auf, um einen ersten Vorstoß in die Höhlen zu unternehmen. Dazu suchten sie vorher den Priester Joram Keyt auf, um sich mit dem Zauber "Wasser atmen" belegen zu lassen. Auf die Gruppe aufgeteilt würde der Zauber fünf Stunden lang wirken.

Der Tauchgang in die Höhle war dank des Zaubers zwar nicht unbedingt eine schwimmerische Meisterleistung, vor allem die schwer gerüsteten Helden hatten ihre Probleme vorwärts zu kommen, aber nach kurzer Zeit sind alle am Eingang der Höhle angekommen. Nach kurzen Kämpfen gegen Feuerkäfer und ein paar junge Schleimschimmel kam es zu einer Begegnung mit einem Blender. Diese froschähnliche Kreatur konnte zwar sehr schnell getötet werden, durch seine hell aufleuchtenden Augen wurde Gundar allerdings geblendet. Nach etwa einer Stunde erholte er sich aber wieder von der Blindheit. An den Ufern des unterirdischen Sees fanden die Helden noch die Leichen von mehreren Halblingen, die zu einer Expedition gehörten, und die Leiche eines Schlägers aus dem Dorf, die der Blender schon sehr angenagt hatte.

In einem Tunnel fanden die Helden zum ersten mal Überreste von technologischen Gegenständen, allerdings offenbar nur Schrott. Außerdem fanden sie zum ersten mal ein paar Silberscheiben, die in Numeria als Währung gehandelt werden. An den Wänden fanden sie außerdem Kreidezeichnungen von seltsamen, ausgemergelten humanoiden Kreaturen mit jeweils 4 Armen. Auch später im Dorf konnte niemand diese Zeichnungen einem Volk oder einer Kreatur aus Golarion zuordnen.

Als sie sich einer weiteren Höhle näherten, überkam die Helden eine fürchterliche Kälte. In dieser Kammer hatte sich ein gefährlicher Braunschimmel ausgebreitet, der sämtliche Wärme aus der Umgebung absorbiert und dadurch Kälte ausstrahlt. In dieser Kammer lag aber auch eine menschliche Leiche, die die Helden sich näher ansehen wollten, da es sich eventuell um jemanden aus dem Dorf, vielleicht sogar um Khonnir handeln könnte.
Leider ließ Lando, der Mönch, sich von der immer stärker werdenden Kälte in dieser Kammer nicht abhalten und versuchte die Leiche zu erreichen. Kurz bevor ihm das gelang, fiel er bewusstlos vor Kälte zu Boden und begann zu erfrieren.
Die Gruppe tat alles, um den Gefährten aus dieser Lage zu befreien. Auch wenn das Hinabklettern in die Kammer der Klerikerin nur mäßig gelang, konnte sie mit Hilfe von Jinxa, die mit dem Zauber "Säurespritzer" den Schimmel wenigstens kurzzeitig schwächen konnte, ein Seil um Lando binden, so dass die anderen ihn wieder in Sicherheit ziehen konnten. Sehr knapp, denn beinahe hätte auch Ari der Kälte nachgegeben.
Immerhin gelang es dem Zwerg danach noch, nachdem er sich in warme Winterkleidung gehüllt hatte, einige Gegenstände von dem toten Körper zu bergen. Da er nicht aus dem Dorf stammt, konnte er die Leiche jedoch nicht identifizieren. Er erkannte aber, dass die Leiche von einem parasitären Rotschimmel befallen war. Einem weitaus gefährlicheren Schimmel als dem braunen Exemplar, da dieser gezielt angreifen und den Wirt befallen kann. Innerhalb von 24 Stunden würde dann aus dem leblosen Wirt ein Pflanzenpygmäe geboren werden, der alles angreifen würde, was ihm im Weg steht.
Bei den Gegenständen handelte es sich um ein meisterhaft gefertigtes Diebeswerkzeug, eine meisterhaft gefertigte Handarmbrust und ein meisterhaft gefertigtes Kettenhemd. Die Armbrust und das Kettenhemd werden nun von Ari verwendet.

Die Helden beschlossen, dass sie sich nach diesem ersten Vorstoß erst einmal in die Schenke zurückziehen sollten, vor allem auch damit der bewusstlose Lando wieder zu Kräften kommen konnte. Sie verließen die Höhle wieder und kehrten zur Schenke zurück, wo Val sie mit einem guten Mittagessen versorgte.

Noch am selben Tag besuchte die Gruppe, ohne den noch bewusstlosen Lando, den Markt um etwas Ausrüstung aufzustocken. Mittlerweile gelang es ihnen auch den braunen Staubteppich als Braunschimmel zu identifizieren, der sich durch die Zufuhr von Kälte besonders leicht zerstören lässt. Der Versuch in der Höhle, den Schimmel abzubrennen, sorgte stattdessen dafür, dass der Schimmel sich noch weiter ausgebreitet hatte. Zu diesem Zweck kauften die Helden auf dem Marktplatz eine Schriftrolle "Kältestrahl". Bei einem Besuch in einer Schmiede stattete Gundar sich mit einem neuen Kettenpanzer aus. 

Nachdem auch Lando wieder zu sich gekommen war, beendeten die Helden den Tag mit einem guten Abendessen.

 

Mühtag, 9. Gozran 4714

Ausgeruht und frisch ausgerüstet begaben sich die Helden wieder in die Höhle. Jinxa schwächte den Schimmel in der Schimmelkammer ein weiteres mal mit ihren Säurespritzern und ging nun selbst in die Kammer, um die Leiche zu identifizieren. Diese stellte sich als der Leichnam von Gerrol Sonder heraus, einem beliebten jungen Mann aus Fackel, der erst kürzlich um die Hand von Emelia Otterbie, der Tochter eines Waffenschmiedes, angehalten hatte. Sie würde bestimmt gerne erfahren, was ihrem Verlobten zugestoßen war.
Jinxa entfernte mit den Säurespritzern den Rotschimmel aus Gerrols Brust, Kehle und Rückgrat und sie zog ihn aus der Kammer heraus. Da die Helden gebeten wurden, zumindest die Leichen der Mitglieder der Expeditionen aus dem Dorf zu bergen, um sie anständig zu bestatten, zogen sie die Leiche von Gerrol und die des Schlägers aus dem See ans Ufer nahe des Eingangs der Höhle, und packten sie in Säcke, die sie am Vortag gekauft hatten.

Die Helden stießen weiter vor in die Höhlen und trafen auf die Überreste eines Skulk-Stammes, die den Helden schon auflauerten. Sie umstellten die Helden, machten ihnen aber ein Angebot, dass zwei der Helden sie zu ihrer Anführerin begleiten dürften, um einen Deal auszuhandeln. Nach kurzer Beratung stimmten Lando und Jinxa zu die Skulk zu begleiten. Diese führten sie zu ihrer Anführerin. Diese hörte auf den Namen Sef und machte den Helden das Angebot, dass sie sich in den Höhlen frei bewegen können und vor den Skulk nichts zu befürchten haben. Außerdem bot sie ihnen ein paar Stücke der Technologie an, die die Skulk auf ihren Erkundungen in den seltsamen Metallruinen, die an die Höhle grenzen, gefunden hatten. Die Helden sollen sich dazu im Gegenzug darum kümmern, dass ein Stamm Jinkin-Gremlins die Skulk nicht weiter belästige.
Jinxa und Lando willigten ein, und so zogen die Helden in die nord-östlichen Abschnitte der Höhle, wo die Gremlins sich niedergelassen hatten. Sie besiegten sie und ihren Anführer Javzit, und kehrten zu Sef zurück. Diese gab den Helden wie versprochen einen Beutel mit 49 Silberscheiben und 5 seltsame Karten aus einem biegsamen Material. Außerdem beantwortete Sef noch einige Fragen der Helden. Besonders interessant war, dass sie eine purpurhaarige Frau erwähnte, die mit einer Gruppe, bestehend aus Menschen, Orks und angehörigen des Rattenvolks in den metallenen Ruinen verschwand, noch bevor alle anderen Expeditionen hier eintrafen. Von ihr hatte Sef auch den Auftrag alle anderen Abenteurergruppen auszulöschen, aber da die letzte Gruppe, die Gruppe um Khonnir Baine, ihren Stamm sehr dezimiert hatte, war sie das Töten leid.

(Fortsetzung folgt...)